Ⅰ. Die Installation von Schaltern und Steckdosen unterliegt folgenden Qualitätsanforderungen
1. Einbauhöhe: Wenn die Zeichnungen gestalterische Vorgaben enthalten, ist nach den festgelegten Anforderungen zu installieren. Ist die Gestaltung nicht eindeutig, gelten im Allgemeinen folgende Anforderungen: Die Einbauhöhe des Schalters beträgt in der Regel 1200–1300 mm ab Unterkante des Rahmens über dem fertigen Fußboden; Steckdosen dürfen einen Abstand von Mitte bzw. Unterkante des Rahmens von mindestens 300 mm nicht unterschreiten; Steckdosen ohne Sicherheitsverschluss und Klimaanlagen-Steckdosen müssen einen Abstand von Mitte bzw. Unterkante des Rahmens von mindestens 1800 mm aufweisen.
2. Die Einbauhöhe von Schaltern und Schalter-Steckdosen-Kombinationen im selben Raum muss einheitlich sein; die Höhendifferenz darf 5 mm nicht überschreiten (sofern gestalterisch nichts anderes gefordert ist).
3. Die Schalterposition ist so zu wählen, dass eine einfache Bedienung möglich ist. Üblicherweise beträgt der Abstand zwischen Schalterkante und Türrahmen 15–20 mm.
4. Während der Bauausführung ist darauf zu achten, dass die Verbindung zwischen Unterputzdose von Schalter/Steckdose und dem Installationsrohr dicht und fest ausgeführt wird.
5. Der Rahmen der Schalter/Steckdosen muss vollflächig an der Wand anliegen. Die Schaltstellungen (Ein/Aus) müssen einheitlich sein, die Betätigung leichtgängig, die Kontaktgabe exakt und zuverlässig.
6. Bei der Installation von Steckdosen in Badezimmern sind wassergeschützte, spritzwasserdichte Steckdosen mit guter Dichtigkeit auszuwählen.
(1) Einphasen-Zweiloch-Steckdose: Bei Blick auf die Steckdose wird die rechte Buchse (bzw. bei senkrechter Anordnung die obere) mit dem Außenleiter (Phase) und die linke (bzw. untere) mit dem Neutralleiter belegt.
(2) Einphasen-Dreiloch-Steckdose: Bei Blick auf die Steckdose wird die rechte Buchse mit dem Außenleiter, die linke mit dem Neutralleiter und die obere mit dem Schutzleiter (Erde) belegt.
Es muss unbedingt beachtet werden, dass die Schutzerdungsklemme der Steckdose keinesfalls mit der Neutralleiterklemme verbunden werden darf; das Anbringen eines beweglichen Schalters am Kopfende des Bettes ist strengstens untersagt, da sonst Brand- oder Stromunfallgefahr droht. Vor der Installation von Schaltern und Steckdosen ist streng zu prüfen, ob es sich um ein einwandfreies und zugelassenes Produkt handelt; nicht normgerechte Produkte sind nicht einzubauen, um die Nutzungssicherheit zu gewährleisten.
Ⅱ. Welche typischen Mängel treten bei der Installation von Schaltern und Steckdosen auf? Wie lassen sie sich vermeiden?
1. Typische Mängel bei der Schalter- und Steckdosenmontage
(1) Die Dose ist zu tief eingemauert; das Doseninnere ist nicht gesäubert und weist Zementmörtel- und Schmutzreste auf.
(2) Der Dosenputzrand ist unsauber, und zwischen Rahmen und Wandfläche klafft ein Spalt.
(3) Der Rahmen sitzt nicht winklig und eben oder ist durch Leimfarbe/Malerarbeiten verschmutzt.
(4) Die Befestigung von Schalter/Steckdose ist nicht fest; die Anschlusslöcher der Steckdosen-Verbindungsdose entsprechen nicht den geforderten Belegungen; die Drahtreserve in der Dose ist unzureichend.
2. Vorbeugungs- und Abhilfemaßnahmen
(1) Vor dem Anbringen der Schalter und Steckdosen sind Zementmörtel- und sonstige Rückstände in der Dose sorgfältig zu entfernen. Ist die eingemauerte Dose zu tief, kann eine bodenlose Dose zur Verlängerung eingesetzt werden, oder man fertigt eine Spirale aus etwa 1,5 mm starkem Eisendraht an und passt damit an.
(2) Unsaubere Putzränder um die Dose sind mit Zementmörtel sauber nachzubessern. Bleiben nach der Rahmenmontage Spalte, so sind diese fugenlos zu verfüllen.
(3) Schalter- und Steckdosenrahmen sind durch geeignete Schutzmaßnahmen sauber zu halten – z. B. erst den Latexanstrich ausführen, dann die Rahmen montieren.
(4) Sitzt die Schalter-/Steckdosenbefestigung nicht fest, ist zu überprüfen, ob das Spiel zwischen Befestigungsschraube und Gewindemuffe zu groß oder die Schraube nicht vollständig eingedreht ist. Bei übermäßigem Spiel ist das Teil auszutauschen.
Die Verdrahtung in der Schalter-/Steckdosendose muss eine ausreichende Drahtreserve aufweisen, üblicherweise ca. 10 cm. Entspricht die Belegung der Steckdosen-Löcher nicht den Anforderungen, ist diese zu korrigieren. Die Reihenfolge lautet: Bei der Einphasen-Zweiloch-Steckdose bei senkrechter Anordnung Phase oben, Neutralleiter unten; bei waagerechter Anordnung Phase rechts, Neutralleiter links. Bei der Einphasen-Dreiloch-Steckdose Neutralleiter links, Phase rechts, Schutzleiter (Erde) oben.
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